--- Twistenbostel vom 21.06. bis 13.07.2013
--- Weihnachten in Twistenbostel 23.12.13 bis 01.01.14


Twistenbostel 2013

Vom 21.06. bis 13.07.2013

Vor wenigen Wochen haben wir uns den Traum vom eigenen Ferienhaus erfüllt.
Wir haben schon einige Zeit gesucht und es war nicht einfach. Wir suchten etwas sehr einfaches. Wasser und Strom wäre gut, muss aber nicht. Hauptsache am A.... der Welt und in der Einsamkeit des Waldes. Radius 150 km um Hamburg, damit wir auch am Wochenende mal hinfahren können. Vorzugsweise natürlich Großraum Lüneburg, da wir die Gegend schon recht gut kennen und sie lieben gelernt haben.  Lüneburg hat dann leider nicht geklappt, aber besonders traurig sind wir darüber nicht. Uns hat es nach Twistenbostel bei Heeslingen, bei Zeven, Richtung Bremen verschlagen. Das sollte als kleine Orientierungshilfe reichen. :-) Es war das einzige Haus, bei dem die Kinder gleich in der Umgebung verschwunden sind und total begeistert waren. So war das Haus nur noch nebensächlich. Am Waldrand, an einer Wiese und dem kleinen Fluss Twiste gelegen. 2 idyllische Teiche und eine tolle Natur quasi direkt vor der Tür. Wir alle Vier sind begeistert. Nicht zu vergessen, das Paddelparadies Oste fließt nur wenige Kilometer entfernt vorbei.  Das Haus ist auch soweit recht fit. Ein paar Kleinigkeiten müssen natürlich gemacht werden, aber das ist nicht viel. Zum Glück haben wir im Freundeskreis  Klempner und Elektriker, da das Haus Gas-, Wasser- und Stromtechnisch auf Stand gebracht werden muss, damit wir ruhig schlafen können.

Ab sofort lest ihr auf den Seiten also nicht mehr "Scharnebeck bei Lüneburg", sondern "Twistenbostel" und da wir nun sehr oft auch über´s Wochenende dort sind, wird es hier auch kaum noch "Kurzurlaube" zu lesen geben, da wir nicht jedes lange Wochenende hier veröffentlichen werden.

Hier ein paar Fotos aus dem Verkaufsangebot:





21.Juni
Direkt nach der Arbeit geht es los. Mal wieder voll beladen mit Booten auf dem Dach und jeder Menge Kram auf dem Anhänger. Kleiner Zwischenstopp bei unserem Freunden Mirko und Eve, die sich gerade ein Haus gekauft haben und wo wir demnächst auch viel helfen wollen. Spät kommen wir am Ferienhaus an und daher geht es gleich ins Bett. Bzw. die Kinder gehen ins Bett. Meike und Stefan müssen ins "Kinderhaus", ehemals Saunaraum, noch den Boden verlegen.




22.Juni
Unser Freund Peter kommt. Der Sanitärfachmann, oder wie nennt man das heute? Er erneuert ein paar Wasserleitungen, baut einen Durchlauferhitzer an und die Duschkabine zusammen mit Meike auf. Dann wird noch etwas geplant, da wir ein Abwasserrohr verlegen müssen und einige neue Gasleitungen legen wollen.
Bisher ging das Duschwasser einfach so in den Waldboden.... Das wollen wir natürlich nicht! Erst recht nicht, weil bald auch die Waschmaschine dort angeschlossen wird. Also müssen wir vom Saunaraum mit Dusche bis zum Haupthaus aufbuddeln, wo das richtige Abwasserrohr liegt. Peter stellt dann noch fest, dass früher im Saunaraum ein Klo war. Ohne wirklichen Abfluss. Das Rohr endet irgendwo im Wald. Wir denken nicht weiter drüber nach... Früher war eben alles anders. Nun wissen wir aber auch, warum wir in einer Ecke ganz besonders viele Pflanzen, überwiegend Brennnesseln haben. Dort muss über Jahre gut "gedüngt" worden sein :-O
Die Kinder sind mit Peter's Sohn Jan unterwegs und als die beiden wieder fahren, kommt die Nachbarsfamilie mit Lenni an, der nur ein Jahr älter ist als Nico. Das passt! Nico schläft gleich bei ihm.




Sonntag, 23.Juni
Zuerst geht es zum Feuerwehrfest, mit Pfahlsitzwettbewerb und Flohmarkt.
Es ist aber nicht viel los. Also zurück zum Grundstück. Den Zaun zwischen unserem Grundstück und dem Nachbarn mit Lenni reißen wir schnell ein, damit die Kinder schnell zu einander finden. Kurz kommt uns Schwiegermutter/Mutter Gisela besuchen. Wir müssen sie in Zeven abholen, da sie den Weg zu uns nicht gefunden hat. Es ist aber auch etwas kompliziert. Ein Navi hilft da nicht viel weiter. Meike und ich machen den Fußboden fertig und streichen Decke und Wände. Dann wird noch mal eben ein Baum gefällt und aus dem Zweigen eine Höhle gebaut. Danach bin ich so verschwitzt, dass ich gern Duschen möchte. Ach Mist.... der Elektriker Mike, der den Durchlauferhitzer mit Starkstrom versorgt, kommt erst Montag. Also springe ich in die Twiste. Saukalt, aber wärmer als das Leitungswasser.





Montag, 24.Juni
Es geht nach Zeven, ein paar Einkäufe machen und wir sind überrascht, was für eine nette kleine Einkaufsstraße es dort gibt. Ok, es ist nicht Lüüüneburch, wie Dirk Matthies vom Großstadtrevier es immer wieder betonend ausspricht, aber Zeven hat Charme, keine Frage. Am Nachmittag sind die Kinder mal wieder verschwunden. Keine Ahnung wohin.. egal, so haben wir es uns vorgestellt. Die Kiddies haben hier einen riesigen Abenteuerspielplatz und da lassen wir ihnen alle Freiheiten. Passend dazu bauen wir eine Feuerstelle, bevor unser Freund Mike kommt, der Elektriker ist. Er schließt das Starkstromkabel an, dass Stefan am Vormittag verlegt hat. Endlich haben wir warmes Wasser in der Dusche. Juhuuu... Und endlich können wir unsere Wellnessdusche ausprobieren, mit ihren mind. 5 Millionen Düsen, die wir bei Ebay Kleinanzeigen erstanden haben. Wir suchten einfach nach einer billigen Duschkabine und vor Ort sahen wir dann diesen Wellnesstempel :-) So dauert das erste Duschen besonders lange und wir alle haben unseren Spaß. Wenn die Dusche läuft, sehen wir quasi die Euros durch die Leitung laufen... Der Durchlauferhitzer zieht eine Menge. Gerade weil wir teuren Ökostrom haben, dürfen wir die Kosten nicht außer Acht lassen und müssen uns in Twistenbostel an sparsameres Duschen angewöhnen. Bevor Mike geht, erledigt er dann noch gleich andere Aufgaben. Hier noch eine Steckdose, hier ein Lichtschalter... Und er muss bald wiederkommen, denn der Vorbesitzer hatte keinen Elektriker zum Freund, das ist unschwer zu erkennen.

 



Dienstag, 25.Juni
Wir fahren mal wieder zum Baumarkt. Wie so oft in den letzten Tagen. Zum Glück ist er nicht besonders weit weg. Es ist ein Hagebaumarkt. Klein, gemütlich, sympathisch, freundliches Personal und gut sortiert. Es bring Spaß dort zu shoppen. Kein Vergleich zu den unpersönlichen Baumarkttempeln in Hamburg. Aber einen bestimmten Kabelkanal hat er dann doch nicht und wir probieren den Toom Markt aus, der etwas weiter weg ist. Auch nett, aber größer. Am Nachmittag weihen wir die Lagerfeuerstelle ein.

 


Mittwoch, 26.Juni
Das ehemalige Saunahaus ist endlich fertig umgebaut. Nun ist es unser Kinderschlafzimmer mit Dusche und Waschküche. Wir fahren zu Ikea nach Bremen und kaufen ein neues Sofa und einen Küchenschrank mit Spüle. Wieder zurück schaffen wir das Kinderbett aus dem Wohnzimmer ins Kinderzimmer und bauen das Sofa auf. Endlich wird es gemütlich und endlich schlafen die Kinder im anderen Haus :-) Sehr spannend für die Kiddies und sehr entspannend für die Eltern :-)

 


Donnerstag, 27.Juni
Die Kinder schlafen lang, ungewöhnlich lang. Erst nach 9 Uhr kommen sie aus "ihrem" Haus herüber und wecken uns. Nach dem Duschen der große Schreck: Da ist was nicht dicht, Wasser läuft über den Boden. Also die schwere Duschkabine abschrauben und von der Wand nehmen. Mühsam und zeitaufwendig. Als wir endlich die Fehlerquelle gefunden haben, mussten wir natürlich in den Baumarkt, Ersatzteile kaufen. Nach viel hin und her ist die Dusche endlich wieder dicht. Draußen ist es mittlerweile spannend laut geworden. Die Jungs und Mädels von der Bundeswehr in Seedorf spielen Krieg. Wir hören entfernt Maschinengewehrfeuer und die Kinder sind begeistert von den dicken Hubschraubern, die unter sich LKWs hängen haben. Solche Aktionen kommen hier aber wohl sehr sehr selten vor, erzählen die Nachbarn. Am Nachmittag bummeln wir durch Zeven und schließen den Tag mir einer ausgiebigen Wanderung rund um das Wochenendgebiet ab. Viele Seen, Angelteiche, Wiesen, Felder, Wälder und jede Menge Einsamkeit.



Freitag, 28.Juni
Nach ein paar weiteren kleinen Ein- und Umbauarbeiten fahren wir zu Mirko und Eve. Mirko ist ein Arbeitskollege von Stefan und hat sich gerade ein Haus in Maschen gekauft. Da helfen wir ordentlich bei der Renovierung und Stefan fährt kurz nach Hause, um noch ein paar Sachen zu holen.



Samstag, 29.Juni
Wir bauen den alten Bauernschrank auf, den wir von Mirko und Eve mitgebracht haben. Plötzlich hält der Postbote bei uns. Unsere erste Post und dann auch gleich ein Paket. Meike hat ein Waffeleisen, einen Mixer und einen Toaster hier her bestellt. Gegen Mittag kommen uns Mike und Sandra besuchen . Mike muss als Elektriker natürlich erst mal ran und sich sein Grillfleisch verdienen. Sandra ist als Hobby-Botanikerin begeistert von der Umgebung. Sie entdeckt nicht weit von unserem Grundstück den Sonnentau. Eine fleischfressende Pflanze, die äußerst selten und daher vom Aussterben bedroht ist. Nach dem Grillen sitzen wir noch am Lagerfeuer und machen Marshmelllows.










Sonntag, 30.Juni
Wir machen eine Geocaching Wanderung. Eine große Runde durch das Zevener Moor.




Montag, 01.Juli
Meike bringt die Schellen für die Gasrohre an und Stefan fällt ein paar kleinere tote Bäume. Die Kinder lernen bei den Nachbarn wie man Schwerte schnitzt und sind dann lange weg. Im Wald auf der Jagd nach Gnomen und Trollen. Abends machen wir dann noch mal Marshmellows am Lagerfeuer, nachdem wir mal wieder im Baumarkt waren. Diesmal haben wir auch geschaut, wo das Kino in Zeven ist. Das planen wir für nächste Woche ein. Meike wartet ganz gespannt auf den neuen Gasherd. Er soll bald geliefert werden.






 


Dienstag, 02.Juli
Gleich nach dem Frühstück beginnt eine große Fällaktion. Einige Bäume müssen weg. Zwei vor dem Haus, weil sie uns viel Sonne nehmen und ein paar weitere Fichten und Kiefern hinten, da sie teilweise schon tot sind oder den Laubbäumen den Platz zum entfalten nehmen. Nico und Felix wollen natürlich auch ihre eigenen Bäume fällen. Für diesen Zweck gibt es extra dünne... Am Nachmittag will Nico etwas paddeln. Im seinem Kinderboot kommt er nicht mehr gut rein. Zu eng geworden. Also bekommt er den großen Einer. Aber auf der Twiste kann er mit dem nicht wenden. Also gehen wir etwas mit. Über zwei Stromschnellen fährt Nico, bis wir ihn aus den Augen verloren haben. Dann irgendwann finden wir ihn. Er hat versucht gegen die Strömung zu paddeln und steckt jetzt in einer Stromschnelle fest. Papa muss ihn retten und fällt dabei in die Twiste, die nicht besonders kalt ist. Stefan zieht das Boot dann ein Stück zurück und fährt den letzten Rest. Am Ziel angekommen, baden Nico und Stefan noch in der Twiste. Danach geht es zum Einkaufen nach Selsingen. Ein kleiner gemütlicher Ort, nicht weit weg, der alles nötige zu bieten hat.














Mittwoch, 03.Juli
Um kurz nach 7 Uhr werden wir von einem LKW geweckt. Unser neuer Gastank kommt. Dann wird der Boden von der etwa 10 cm dicken Nadelschicht befreit. Nun kann hier grün durchkommen. Was auch immer...Und schon wieder kommt ein Auto, diesmal wird der Gasherd geliefert. Juhuuuu... das klappt ja alles prima. Am Samstag kommt unser Freund Peter mit Familie und verlegt die neue Gasleitung. Am Nachmittag fährt Nico mit dem Nachbarsjungen Lenni ins Freibad und Stefan geht mit Felix zum kleinen Teich, etwa 5 Min. entfernt. Felix möchte unbedingt paddeln und da stört ihn der kleine Regenschauer auch nicht. Am Abend kommt ein großes Gewitter und wir machen es uns mit einem Wullewapp Video am Notebook im Bett gemütlich.













     

 


Donnerstag, 4.Juli
Heute machen wir die Dächer sauber, beschneiden gleich einige Bäume und verlegen die Abwasserleitung für die Waschmaschine. Nebenbei wird dann noch der kleine Fertigteich eingebuddelt und ans Regenwasserrohr angeschlossen.



Freitag, 5.Juli
Während Meike den neuen Spültisch aufbaut, fährt Stefan zum Grünabfallhof. Die Abgabe von Grünabfall ist hier ganz unproblematisch. Kostenlos, ohne Nachweismarken, ohne Personalausweis und das fremde Kennzeichen stört auch niemanden. Nach dem Mittag fährt Stefan mit Nico zu Freunden nach Maschen, um ein paar Bäume zu fällen. Meike und Felix machen eine Fahrradtour durch die Nachbarsdörfer. Am Abend geht es zu einer Piratenparty der Nachbarn, zu der wir eingeladen sind. Es wird ein toller Abend mit Lagerfeuer, Gitarre, Evergreens und allem was dazugehört. Hier ist wirklich alles perfekt. So sind wir alle, auch die Kinder lange wach. Erst gegen 1 Uhr gehen wir ins Bett. Das ist Rekord für die Kiddies. Ok, die nächsten Tage werden schwierig, da unsere beiden nicht lange schlafen und immer ein paar Nächte brauchen, um den Schlaf nachzuholen, aber das macht nichts. Sie hatten eine Menge Spaß und wir wollten sie nicht aus der Lagerfeuerstimmng reißen....



Samstag, 6.Juli
Wir stehen früh auf, da heute wieder unser Klempnerfreund Peter kommt.
Die neue Gasleitung wird verlegt und der Gasherd angeschlossen. Danach macht er die wichtige Dichtigkeitsprüfung. Alles ok, alle Gasleitungen sind dicht. Nach dem Grillen fährt Peter wieder den langen Weg nach Haus und Meike und Stefan schließen die Waschmaschine ans Abwasserrohr an. Bei allen Arbeiten werden wir von frechen Buchfinken begleitet. Hören tun wir hier alles, aber sehen lassen sich immer nur die Buchfinken und nicht gerade wenig. Fledermäuse können wir weder sehen, noch detektieren. Natürlich gibt es hier im Wald am Wiesenrand und am Gewässer etliche Fledermäuse, aber scheinbar lassen sie sich erst spät nach Sonnenuntergang blicken, wenn wir schon schlafen. Ein Nachbar hatte letztes Jahr welche im Dach, also werden unsere neu aufgehängtem Fledermauskästen sicherlich gut angenommen. Bei den Nachbarn ist Kindergeburtstag und da fallen zwei Kinder mehr doch nicht auf. Daher haben Nico und Felix ihren Spaß. In unserem leeren Fertigteich hat sich eine Maus verirrt. Süß und ängstlich schaut sie aus. Wir befreien sie und lassen den kleinen Teich vollaufen. Wir sind froh, dass wir kein Haus gefunden haben, dass unseren ersten Wünschen entsprochen hat. Total einsam, keine Nachbarn, kein Wasser, kein Strom... So etwas gab es nicht und das ist gut so :-) Einsam ist es hier zwar auch ohne Frage, aber es ist doch gut, den einen oder anderen Nachbarn mit gut sortierter Werkzeugkiste in der Nähe zu haben und ein paar andere Kinder sorgen für Erholung bei den Eltern.



Sonntag, 7.Juli
Heute kommt uns Felix´ Freund Leon mit Mama besuchen. D.h. besonders viel machen wir nicht, sondern entspannen nur. Da Leon gern baden möchte, probieren wir die beiden Seen nur wenige Meter von uns entfernt aus. Ok, es sind eher Teiche. Der größere ist sehr schlammig und riecht auch sehr "natürlich". Ist halt stehendes Gewässer. Aber schön warm ist er. Der zweite Teich ist besser, viel besser zum baden. Auch wenn man die Grundwasserquellen am Boden spürt, denn dort ist es besonders kalt. Stefan Arbeitskollegin Tini hatte sich angekündigt, mit Erdbeertorte. Leider hatte sie eine Autopanne und kann nicht kommen. Am Abend bearbeitet Meike die Dusche noch mit viel Silikon, damit sie endlich überall dicht ist und bereitet den Geburtstagskuchen für Felix vor. Stefan hat heute den Garten ordentlich durchgehackt. Nach vielen Zentimetern Tannennadeln ist jetzt endlich Erde zu sehen. Noch ein paar Durchgänge, dann können wir Rasen- und Pflanzensaat ausbringen. Oft werden wir bei unseren Arbeiten von einem mutigen Eichhörnchen beobachtet...



Montag, 8.Juli
Felix hat Geburtstag! Durch die Aufregung beginnt die Nacht nicht nur sehr spät, sondern sie hört auch früh auf. Nach dem Geburtstagsfrühstück waren wir ca. 70 KM nach Verden in den Magic Park. Ein kleiner Freizeitpark. Sehr klein.... Wir sind etwas enttäuscht. Das Gelände ist überschaubar, die Fahrattraktionen dürftig und der Eintritt teuer. Aber die Live Shows sind gut gemacht und da es relativ leer ist, gibt es an den Fahrgeschäften kaum Wartezeiten. So fahren die Kinder gefühlte 5 Millionen Mal Achter- und Wasserbahn. Der Tag war nett, der Park ist ok, aber noch einmal müssen wir hier nicht hin. Zumal alles für kleinere Kinder ausgelegt ist und Nico mit seinen 9 Jahren nicht mehr viel findet, dass ihn Spaß macht.

























Dienstag, 9.Juli
Meike's Eltern kommen zu Besuch um Felix Geschenke zu bringen und das neue Ferienhäuschen anzuschauen. Opa Kalli muss als Fotograf sofort den Sonnentau ablichten. Am Nachmittag bauen wir im Wald eine Höhle und Meike sieht eine lange schwarze Kreuzotter über den Waldboden flitzen. Felix findet die Reste eines Reh's. Den Schädel, eine Rippe und einen Beckenknochen. Am Abend machen wir noch eine Fahrradtour durch die Felder und Wiesen.




Mittwoch, 10.Juli
Wir starten mit den Kajaks in der Twiste. Und gleich beim Einsteigen kentert Stefan mit Handy und Fotokamera. Die Kamera hat es überlebt, das wasserdichte Outdoorhandy leider nicht. Regelmäßig kommen Stromschnellen, teilweise überfahrbar, aber hin und wieder muss auch umgetragen werden. Kurz vor dem Militärgebiet endet die Tour. Wir haben ca. die Hälfte bis zu Oste geschafft. Man kann also scheinbar direkt vom Häuschen zur Oste paddeln, auch wenn das häufige Umtragen nervt. Nach der Paddeltour geht es noch zu dem nicht weit entferntem Moorlehrpfad.



Donnerstag, 11.Juli
Wir fahren nach Bremervörde, dort soll es einen netten kleinen Tierpark geben. Leider finden wir vor Ort nur die Straße "Am Tierpark". Ein Anwohner erzählt uns, dass es den Tierpark schon seit Jahren nicht mehr gibt.... Die Karte mit diesem Ausflugstipp haben wir erst diese Woche gekauft.... Wir fahren weiter zur NABU Umweltpyramide und zum Natur- und Erlebnispark am Fördesee. Abends machen wir Stockbrot am Lagerfeuer.



Freitag, 12.Juli
Heute schlafen wir richtig lang. Ok, die Eltern schlafen bis fast 10 Uhr, die Kinder gestehen uns, dass sie bereits um 7 Uhr wach waren und dann gelesen haben. Wir fahren zur Gedenkstätte Sandbostel. Wir sind ein paar Mal an den Baracken vorbei gefahren und Nico war sehr interessiert. Also tun wir uns heute diesen Teil der Geschichte an. Bei der Besichtigung der Ausstellung merken wir, dass Nico doch schon um einiges weiter ist als Felix. Er ist sehr betroffen von den vielen Geschichten, Bildern und Tonaufnahmen. Über 400 Kriegsgefangene starben hier jeden Tag. Nico kann nicht verstehen, wie so etwas passieren kann und wir können es ihm auch schlecht erklären. Nachdem wir viel Zeit in der Gedenkstätte verbracht haben, fahren wir nach Bremerförde. Eis essen, die kleine Innenstadt besuchen und dann zu einem Flohmarkt, der sich leider als kleiner Flohmarktladen darstellt. Wieder zurück auf dem Grundstück bauen die Kinder sich Holzbote und lassen sie in der Twiste schwimmen. Felix läuft seit Tagen nur noch Barfuß. Egal ob im Wald oder bei Aldi. Das wird zu Hause eine Umstellung für ihn. Abends grillen wir uns Würstchen am Lagerfeuer und machen noch mal Marshmellows.







Samstag, 13.Juli
Wir fahren nach Hause, mit einem Zwischenstopp auf einem großen Flohmarkt in Zeven.
Dort kaufen wir u.a. einen tollen Bollerwagen für Twistenbostel....
 


 

Weihnachten in Twistenbostel
23.12.13 - 01.01.14






23.12.2013
Unser erstes Weihnachten im eigenem Ferienhäuschen. Die Außentemperaturen sind mild, so dass wir mit unseren Gasheizungen und der kaum vorhandenen Isolierung nur wenig den Wald heizen werden. Das Grundstück sind aus wie ein Trümmerfeld, überall legen Bäume und Äste, da wir vor zwei Wochen eine größere Fällaktion mit einem geliehenen Hubsteiger hier hatten und noch keine Zeit zum aufräumen gefunden haben. Kurz nach der Ankunft erleben wir gleich einen Schreck. Wir müssen unsere "Winterschaltung" mit der wir das Haus winterfest machen noch mal überarbeiten. Zumindest die Reihenfolge, denn als wir das Wasser aufdrehen, sprudelt es im Duschhaus munter vor sich hin, aus einem Wasserhahn, den wir wegen der Frostgefahr offen gelassen haben. Als wir es bemerken, ist der Boden schon geflutet.

24.12.2013
Wir räumen ein wenig den Garten auf, damit es zu Weihnachten so sehr chaotisch aussieht, wobei es hier in der Einsamkeit eh keiner sieht... Einen Weihnachtsbaum holen wir uns aus dem Wald. Ok, wir haben keine große Auswahl und so müssen wir einen nehmen, der eher alles andere als an einen Baum erinnert. Egal, Weihnachten in Twistenbostel ist was besonderes, da muss auch der Baum besonders sein. Uns stört es nicht und schon gar nicht die Kinder, die ihn schmücke . Dann geht es zum Weihnachtsgottendienst. Wir lieben es zum Krippenspiel in die Kirche zu gehen. Wir entscheiden uns für Selsingen. Nett, aber irgendwie fehlt die Stimmung. Im letzten Jahr in Neetze war es schöner. Wieder am Häuschen angekommen, gibt es die Weihnachtsente und danach die Bescherung.

25.12.2013

Heute muss es ein ruhiger Tag werden. Die Kinder, gestern spät im Bett und heute früh wieder am spielen, brauchen die Erholung, und die Eltern natürlich auch. Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir nach Bremerförde an den Vördesee. Rund um den See gibt es immer wieder Dinge zum Spielen und Probieren. Der Natur- und Erlebnispfad. Danach gibt es einen kurzen Mittagsschlaf.

26.12.2013
Heute gehen wir kurz auf Schatzsuche und machen uns einen gemütlichen Tag zu Hause.


27.12.2013
Meike muss zur Arbeit. Es ist zwar etwas umständlich, zuerst mit dem Auto 35 KM bis Buxtehude und dann rund 40 Minuten mit der Bahn. Ganz ok.... Stefan fängt mit dem Bau eines Daches zwischen den beiden Häusern an und geht dann mit den Kindern spazieren. Eigentlich noch es nur darum gehen, einen Weg zu einem einsamen Weiher zu finden, den man von der Landstraße aus sehen kann. Plötzlich stehen wir vor dem Militärgebiet und gehen im großen Bogen wieder zurück. Rund 3 Stunden laufen wir und sind fix und fertig, als wir endlich wieder am Häuschen sind. Hätten wir so eine Strecke geplant, hätten wir Verpflegung mitgenommen und ganz bestimmt keine Gummistiefel angezogen.

28.12.2013
Heute haben wir das Dach gebaut. Es dauert natürlich länger als geplant, aber es klappt doch ganz gut. Am späten Nachmittag haben wir uns dann alle eine Video-Notebook-Session verdient.

29.12.2013
Nun sind endlich die Reste von der Fällaktion dran und das Grundstück wird wieder schick gemacht.

30.12.2013
Meike muss zur Arbeit und Stefan macht die restlichen Stämme klein und räumt weiter auf. Die Kinder machen sich einen faulen Vormittag und spielen über Stunden im Häuschen mit ihrem neuen Playmobil. Am Nachmittag bekommt Nico etwas in Auge und wir suchen einen Augenarzt. In Zeven hat kein Arzt offen, wir fahren zum Notdienst nach Stade. Es befindet sich zwar nichts mehr im Auge, aber es ist noch sehr gereizt, was scheinbar sehr schmerzhaft für Nico ist. Er bekommt eine Salbe.

31.12.2013
Nach einer kleinen Shoppingtour gehen wir Cachen. Am Abend lassen wir ein paar Raketen steigen und zünden ein wenig buntes Zeug an. Nico will unbedingt böllern. Dafür fahren wir aber ein Stück Richtung Zeven, da wir im Wald den Lärm und Dreck nicht haben wollen.

01.01.2014
Nach einem Neujahrsfrühstück verbrennen wir unseren Weihnachtsbaum, räumen auf, machen die Hütte winterfest und fahren nach Hause.





 



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