Helgoland 2012

Vom 24.06. bis 28.06.2012

Wir hatten anstrengende Monate hinter uns und das neue Auto hat unserem Sparbuch auch nicht gut getan. Also haben wir uns 2 Ziele für den Urlaub 2012 gesetzt. 100 % Erholung und  möglichst niedrige Kosten. Meike und ich waren schon mal übers Wochenende auf Helgoland und wissen, wie ruhig und entspannend es ist, wenn die großen Schiffe verschwunden sind. Dazu kommt noch die tolle Natur und einfach nur die Stimmung. Wir finden Helgoland toll! Ideal für ein paar Tage mit den Kindern. Zuerst wollten wir in die Jugendherberge. Leider oder besser gesagt "zum Glück" war sie aber schon komplett belegt. So mussten wir nach Alternativen schauen und haben etwas gefunden, was noch günstiger und besser als die Herberge ist. http://www.gaestehaus-siemens.de Es liegt zentral in der Einkaufsmeile im Unterland und wir haben für das Vierbettzimmer rund 69 Euro bezahlt. Gemeinschaftsküche und Badezimmer auf dem Flur. Ohne Frühstück. Alles kein Problem für uns. Wir lieben es einfach und sind nicht verwöhnt. Wobei... das Frühstück hätte ich schon gern gehabt... Naja... es muss auch mal ohne gehen. Nun hatten wir den EDEKA mit im Haus und der Bäcker ist nur 2 Min. entfernt.

Als Freunde, Bekannte und Kollegen gehört haben, dass wir 5 Tage nach Helgoland fahren, gab es fast immer die gleiche Reaktion und die gleiche Frage. "Was macht man denn 5 Tage auf Helgoland". Och... muss man denn immer was machen? Die Insel hat viel zu bieten und man kann dort schon recht lange Spaziergänge machen. Die Insel hat so viel zu bieten. Da genügen 2 oder 3 Tage nicht und der Tagestourist lernt Helgoland überhaupt nicht kennen. Denn das echte Helgoland erweckt zum Leben, wenn die Tourimassen verschwunden sind. Ok, es gibt Familien, die machen 2 Wochen auf der Düne, auf dem Campingplatz auf Helgoland Urlaub. Da muss ich zugeben, das wäre mir zu lange. Zumal man dann oft mit dem Boot zum "Festland" übersetzen muss, was nicht günstig ist. Und 2 Wochen reiner Strandurlaub, also wirklich nur am Strand liegen, ist mir dann doch zu öde. Aber ein paar Tage nichts tun geht sehr gut. Wobei ich sagen muss, dass wir nicht faul waren und jeden Tag ordentlich unterwegs waren. Aber lest selbst...

Sonntag, 24.06.
Bei strahlendem Regenwetter geht es los.... Der Wetterbericht sagt 100 % Regen voraus. Das sind wenigstens klare Ansagen. Da kann man sich drauf einstellen und wird nicht überrascht. Auf dem Schiff, kurz vor Cuxhaven wird uns von der Crew empfohlen, Pillen gegen die Schiffskrankheit einzuwerfen. Das erinnert uns an den Helgolandtörn, als der Halunder Jet kurz nach Cuxhaven umdrehen musste und wir sehr froh darüber waren, da die Fahrt einer Achterbahnfahrt ähnlich war und unsere Mägen kurz vor dem Exitus standen. Diesmal war es aber genau richtig. Ordentlicher Sturm, so dass wir alle unseren Spaß hatten und wir auch den Magen spürten. Aber nicht zu doll. Genau richtig für eine richtige Schifffahrt.
Angekommen, geht erst mal zum Gästehaus. Sehr gemütlich und sehr sauber. Ein gemütliches Zimmer. Es war die richtige Wahl. Dann zeigen wir den Kindern die Insel, da sie ja noch nie hier waren. Oberland, Unterland und noch schnell ein Fischbrötchen zwischen die Kiemen geschoben. Zum Nachtisch Toblerone. Es ist toll, wie gemütlich die insel ist, sobald die Ausflugsdampfer weg sind. Als wenn jemand einen Schalter umlegt... Eine ganz besondere Atmosphäre, die die Tagesbesucher niemals spüren werden.








Montag, 25.06

Wir haben ausgeschlafen. Diese Ruhe.... Ganz langsam kommen wir in die Gänge. Es ist noch schön ruhig, weil noch keine Tourigruppen mit den Schiffen angekommen sind. Die kommen erst gegen Mittag. Das Wetter ist besser als gestern. Trocken, aber auf dem Klippenwanderweg sehr sehr windig. Trotzdem und gerade deshalb ist die Runde ein großer Spaß. Nebenbei nehmen wir natürlich noch den einen oder anderen Geocache mit und holen uns Tk-Pizza für das Abendbrot. Ach ja.... Dann ging es noch zum Schlecker. Ausverkauf. 90 % auf alles. Leider sind die Regale schon recht leer. Ich finde dann noch ein Duschgel für Schwangere. Was für Schwangere gut ist, kann für dicke Männer ja nicht schlecht sein.





 
 
 
 


 




Dienstag, 26.06

Wir drehen eine große erfolgreiche Cacherunde und bergen auch einen tollen Gezeitencache. Danach geht es zu einer Führung ins Aquarium der biologischen Forschungsanstalt. Nach einer weiteren tollen Cacherunde geht es in den Fanggarten der Vogelwarte, wo es eine ebenfalls sehr interessante Führung gibt.







 
 
 

 
Unsere Unterkunft...













Mittwoch, 27.06.

Heute fahren wir auf die Düne. 15 Euro kosten uns die paar Meter mit dem Boot. Wahnsinn! Dort angekommen schließen wir uns einer Führung des Vereins Jordsand an, die zwar sehr interessant ist, jedoch auch Fachwissen vermittelt, was für die Kinder etwas zu langatmig ist. Wir sondern uns ab und erobern die Insel auf eigene Faust. Natürlich suchen und finden wir die Kegelrobben und natürlich gibt es auch wieder einen Cache... Am kleinen Flughafen wird Nico von einer Möwe attackiert. Sie will unbedingt seinen Schokokeks. Bekommen tut sie ihn nicht, aber Nico kleine Kratzer an der Wange und am Ohr. Am Nachmittag gehen wir auf dem Oberland zu einer Bunkerführung. Ich hatte gehofft, dass es eher in einen schmalen Gang in den Fels geht. Aber dieser zivile Bunker ist bautechnisch relativ langweilig. Die Geschichte dazu ist jedoch beeindruckend und sehr interessant. Auch die Kinder hören fasziniert zu. Mit mulmigen Gefühl und der Hoffnung, dass dieser Bunker niemals mehr als echter Schutzbunker gebraucht wird, gehen wir wieder ans Tageslicht. Beim Gang durch Bunker ist mir natürlich sofort der Gedanke gekommen, dass hier gut Fledermäuse leben könnten, wenn nicht so oft Touris durch die Gängen laufen würden und es nicht taghell beleuchtet wäre. Aber Fledermäuse auf Helgoland? Google ergab nicht viele Ergebnisse..... Ich informiere mich weiter.
In der Nacht hatten wir eigentlich eine Nachtwanderung geplant. Es ist eine tolle Stimmung, wenn das Leuchtfeuer über die Insel pfeift. Leider macht uns der dichte Nebel einen Strich durch die Rechnung und wir schlafen lieber gemütlich.




 
 
 
 


   

 





Donnerstag, 28.06.
Nach dem Packen gehen wir auf den Fußballplatz und kaum begonnen, kommen zwei Jugendlichen aus Polen dazu und wir machen ein Länderspiel. Für Nico sicherlich ein Highlight des Urlaubs. Nach dem Spiel gehen wir noch an den Strand. Robben gucken und Steine sammeln. Wir haben viel Zeit. Das Schiff fährt erst um 17.30 Uhr. Wir bummeln noch etwas durch die Stadt, kaufen Armbänder und Spirituosen. Natürlich darf ein Besuch der Hummerbude des Vereins Jordsand nicht fehlen. Nach einer erneuten ausgiebigen Strandpause holen wir uns ein Eis und gehen langsam zum Schiff. Auf dem Weg dorthin macht auch Felix Bekanntschaft mit dem Möwen. Diesmal haben sie Erfolg und Felix kein Eis mehr. Bei strahlendem Sonnenschein und Ententeich verlassen wir Helgoland. Der nächste Helgolandurlaub ist in unseren Köpfen schon geplant, dann aber ein paar Tage mehr.






 
Zollfrei macht es möglich :-)





Felix mit Eis

Felix ohne Eis
Dazwischen... eine Möwe :-)



 


 

 
 





 


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