Heide 2012

Vom 01.07. bis 06.07.2012

Mal wieder auf dem Familienwochenendgrundstück in der Nähe von Scharnebeck bei Lüneburg.
Mitten im Wald... wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen :-)


Sonntag, 1.Juli
In aller Ruhe packen wir unsere sieben Sachen und die beiden Kinderkajaks. Am frühen Nachmittag sind wir dann in der Heide und stellen fest, dass wir den Schlüssel vergessen haben. Eigentlich haben wir ihn immer im Handschuhfach, aber beim neuen Auto haben wir ihn noch nicht hinein getan. Was nun? Nun ist guter Rat teuer....



Wer oder was ist das wohl?

Meike versucht über eine alte Katzentür am Dach ins Haus zu kommen. Wie weit sie kommt, kann man auf dem Foto sehen. Dann wird sie von den Hummeln entdeckt, die unter dem Dach wohnen. Meike ist nicht schnell genug und wird von 3 Tieren gestochen. Der Nachbar versucht dann noch ohne Erfolg mit einem Dietrich zu helfen. Nun bleibt uns keine andere Wahl und ich fahre die 100 km zurück, um den Schlüssel zu holen. Zu Hause ist er aber leider auch nicht, also geht es weiter zur Schwiegermutter. Nach 3 Stunden und rund 220 Kilometern bin ich wieder in der Heide um von Meike zu erfahren, dass ihr eingefallen ist, wo der Schlüssel ist. Im Werkzeugkasten im Auto....
Geschichten, die das Leben schrieb.
Nun ja.... So ist es nun mal. Egal. Meike ist es erst eingefallen, als ich schon wieder auf den Weg in die Heide war.
Nun kommen wir ins Haus und richten uns erst mal ein. Dann wird ein Lagerfeuer gemacht und gegrillt. Außerdem gucken wir uns schon mal drei Bäume aus, an denen wir in den nächsten Tagen Fledermauskästen aufhängen wollen. Denn von Fledermäusen wimmelt es hier nur so. Hauptsächlich Zwerg- und Wasserfledermaus, die über der nahen Neetze jagen.


 


Montag, 2.Juli
Nach einer ausgiebigen Cacherunde durch tolle Gegenden mit Super durchdachten Verstecken kehren wir am Nachmittag zum Heidegrundstück zurück. Nico und Felix dürfen allein auf der Neetze paddeln und ich hänge die Fledermauskästen auf. Am Abend gehen wir noch eine große Runde spazieren, auf der wir einen Steinmarder sehen, bevor wir alle hundemüde ins Bett fallen.





Felix als Schatzsucher



 




Dienstag, 3.Juli
Wir fahren in den Barfusspark nach Egesdorf und machen, selbstverständlich, auch gleich ein paar Caches. Einer war besonders toll. Ein umgebautes Vogelhaus, dass man nur mit einem Magneten öffnen konnte. Auf dem Rückweg sehen wir auch gleich noch einen Mäusebussard ganz tief beim Jagen an der Straße. Nachmittags geht es noch mal auf Paddeltour, auf der Meike den Eisvogel gesehen hat. Sie war auch etwas abseits und sehr leise unterwegs. Ich mit den Kindern im Kanadier habe ihn leider nicht gesehen. Abends spielen wir noch etwas Fußball und sitzen lange im Garten, um erst die Vögel und dann die Fledermäuse zu beobachten. Der Batdetektor schlägt um 21.45 Uhr an. Auf der Pferdewiese hinter dem Grundstück können wir sie sehr gut beim jagen beobachten.












Mittwoch, 4.Juli
Nach einem sonnigen Frühstück vor dem Haus fährt Meike mit den Kindern zum Baggersee, die Kinderkajaks sind dabei. Ich mache mich mit dem Kanadier auf Eisvogelsuche. Leider erfolglos. Am Nachmittag fahren Nico und Felix wieder auf der Neetze, bis Nico krank wird. Er hatte auf dem Weg vom Baggersee schon gespuckt und jetzt kommen noch Magen- und Kopfschmerzen hinzu.
Morgen ist Sperrmüllabfuhr. Das ist nervig. Sonst fahren zwei Autos am Tag bei uns vorbei, heute sind es vier pro Stunde. Die Polenlastwagen, die nach wertvollem Sperrmüll suchen nerven total. Nichts gegen die Polen, aber es sind wirklich überwiegend Kleintransporter mit polnischen Kennzeichen.
Wir gönnen uns tollen Blaubeerkuchen vom Obsthof Strampe, bevor wir uns am Abend noch leckere Pizza zaubern und uns läuft eine Schlange über den Weg. Eine Blindschleiche. Von den gibt es auf dem Grundstück nicht wenige. Später kommt mein Arbeitskollege Daniel mit dem Motorrad kurz zu Besuch. Er wohnt in Handorf, was nicht weit weg ist. Bei der abendlichen Zeckenkontrolle erwischt es Meike gleich doppelt. Die Tierchen sind aber schnell komplett entfernt. Da auch ich starke Kopfschmerzen bekomme und Nico noch total fertig ist, verzichten wir heute auf die Fledermäuse und gehen früh ins Bett.



 




Donnerstag, 5.Juli
Auch Felix hat eine Zecke. Am Hals. Aber auch sie ist schnell entfernt.
Wir finden wieder eine Blindschleiche, leider diesmal ohne Kopf. Seltsam.... Welches Tier macht so etwas? Nur den Kopf und der Rest bleibt liegen? Vielleicht ist ein Reh auf sie getrampelt. Als wir später wiederkommen, ist sie ganz verschwunden. Wir machen eine Geocachingtour durch Neetze, die natürlich wieder bei Strampe endet, wo wir uns leckeren frischen Obstkuchen mitnehmen. Nach der Runde geht es auf den Fussballplatz und dann noch mal an den Baggersee. Abends dürfen Nico und Felix allein eine kleine runde auf der Neetze machen. Meike und ich gehen spazieren. Die Mühlenrunde, immer in der Nähe der Neetze. Dabei scheuchen wir nur wenige Meter entfernt 2 Rehe auf und sehen einen Mäusebussard auf einem Stamm sitzen. Heute wollen auch die Kinder die Fledermäuse sehen. Leider sind die Fledertiere nicht pünktlich. Eine halbe Stunde warten wir, bevor wir ins Bett gehen.  Vielleicht liegt es am Wetter. Ein Gewitter liegt in der Luft. Nachts geht die Welt unter. Ein tolles Gefühl im Heidehäuschen....













Freitag, 6.Juli

Es geht nach Alt-Garde zur Draisinenbahn. Das haben wir vor ein paar Jahren schon gemacht und es war ein Riesenspaß. Dazu kommt noch, dass direkt an der Strecke einige Cache's versteckt sind. Auf dem Weg dorthin muss ich noch fast baden gehen, um einen anderen Schatz zu bergen. Auf dem Rückweg halten wir noch mal bei Strampe an, um Proviant für den Heimweg zu kaufen und für unsere Nachbarn, die sich während unseres Urlaubs um die Mülltonnen, den Briefkasten und das Gewächshaus gekümmert haben. Am späten Nachmittag fährt Nico noch etwas Kanadier, bis wir alles gepackt und gesäubert haben, um nach Hause zu fahren. Wir haben die Ruhe und die Menschen auf den Land sehr genossen und gemerkt, dass unser Wunsch nach einem ständigen Wohnen hier draußen noch größer geworden ist. Wir haben schon Ausschau nach Resthöfen mit großem Grundstück gehalten. Vielleicht..... irgendwann.... verkaufen wir unser Haus und ziehen in die Heide. Wir mögen nicht mehr in einer Stadt wohnen, wo jeder qm mit Nobelghettos bebaut wird und wir mit rund 800qm Grundstück schon weit mehr als der Durchschnitt haben. Die zentrale Lage und dass alles zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen ist, hat natürlich auch ihren Wert. Mal schauen.....




















 


www.Big-Friedrich.de